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30Okt 2018

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Migration auf Exchange 2016 – beat the rush!

Der Weg in Richtung Office 365 ist einfacher, wenn sich Unternehmen für Exchange 2016 entscheiden. Dies bringt Cloud-Integrationsfunktionen mit sich, von denen Benutzer und Administratoren gleichermaßen profitieren können.

Die Zeit rennt, wenn noch immer Exchange 2010 im Einsatz ist. Der erweiterte Support für diese Exchange Version läuft im Jahr 2020 ab. Es ist sinnvoll nun einen Wechsel in Richtung Exchange 2016 anzustreben, unabhängig davon ob künftige eMails weiterhin lokal oder in der Cloud gespeichert werden sollen.
Ein Unternehmen, dass bis zum endgültigen Aus von Exchange 2010 wartet, beschränkt seine Auswahl an Funktionen und holt sich unter Umständen die Probleme einer übereilten Migration ins Haus. Besser ist es frühstmöglich die Vorteiler einer Messaging-Plattform zu entdecken, welche in der Cloud-Ära entwickelt wurde. Exchange 2010 Betreiber sollten daher besser früher als später auf Exchange 2016 migrieren.

Keine Panik aber zielgerichtet die nächsten Schritte planen
Exchange 2010 startete im Jahr 2009 – die Anforderungen an eine Messaging-Plattform haben sich über die Jahre geändert. Unternehmen sollten vor der Migration zu Exchange 2016 eine umfangreiche Planungscheckliste durchlaufen. Es muss ermittelt werden, ob neue Hardware benötigt wird, ob der Betrieb von Exchange 2016 auf vorhandener virtueller Hardware möglich ist und wie mit Archivierungstools von Drittanbietern umgegangen wird. Nachdem dies alles gründlich geprüft wurde ist das “EOL” Datum gar nicht mehr so weit entfernt wie es zunächst scheinte.
Davon abgesehen verlässt Exchange 2016 den Mainstream-Support im Jahr 2020 und tritt bis 2025 in den erweiterten Support ein. Wenn jetzt zu Exchange 2016 migriert wird, profitiert man von einem voll unterstützten Produkt.

Eine weitaus komplexere Migration ist zu erwarten, wenn man bis 2020 wartet und somit auf die kommende Exchange Version pokern möchte. Basierend auf Microsofts Geschichte könnte das Unternehmen im Jahr 2020 eine neue Version von Exchange einführen. Es ist nicht anzunehmen, dass es Microsoft Benutzern ohne weiteres Möglich ist direkt von Exchange 2010 auf diese Plattform zu migrieren. Aus Erfahrung wird zunächst eine Migration auf Exchange 2013 oder 2016 nötig sein um auf die neuste Version umzustellen.

Vermeiden Sie Office Upgrade und Mailboxmigration in Kombination

Angenommen ein Unternehmen welches Exchange 2010 einsetzt möchte direkt auf Office 365 umstellen. Dies wird einfacher sein, wenn zunächst eine Migration auf Exchange 2016 durchgeführt wird. Der lokale Server gewährleistet somit einen einfachen und unterstützten Migrationspfad in Richtung Office 365. Für einen direkten Wechsel von Exchange 2010 nach Office 365 ist in der Regel zusätzlich ein Wechsel der MS Office Version notwendig. Vermeiden Sie daher Probleme, die mit dem Rollout einer neuen Office Version auftreten können in Kombination mit der Migration der Postfächer in die Cloud.

Exchange Online ist nicht für jeden geeignet
Es macht einen Sinn, dass ab sofort jedes Unternehmen zu Exchange Online wechselt. Kleine Unternehmen haben nicht immer eine schnelle oder zuverlässige Internetverbindung. Mittelständische Unternehmen hosten Exchange in der vorhandenen Infrastruktur oder behelfen sich dedizierter hosted Exchange Anbieter. Einige Unternehmen verschieben häufig auch einige Postfächer in die Cloud, müssen jedoch eine Mailboxen auch vor Ort betreiben um rechtlichen oder vertraglichen Pflichten nachzukommen.

Holen Sie sich die neusten Innovationen in Outlook
Seit Microsoft Exchange 2010 eingeführt hat, ist Outlook bei seinen Web-, Desktop- und mobilen Versionen ein gutes Stück vorangekommen. Outlook im Web verfügt über moderne Funktionen wie Rich-Text-Formatierung und verbesserte browserbasierte Unterstützung. Exchange 2016 ähnelt stark in Sachen Look-and-Feel Exchange Online oder Outlook.com.
Zu den weiteren Vorteilen eines Outlook-Upgrades gehören die einfachere Platzierung von Bildern sowie die Vorschau von Links in eMail-Nachrichten. Die Integration mit Office Online Server ermöglicht eine umfassende Dokumentenanzeige und die direkte Bearbeitung von Dokumenten in eMail-Antworten.
Outlook integriert zudem Verwaltungsfunktionen von Office 365 wie z.B. die Sweep-Funkion zum löschen unerwünschter eMails. Outlook-Add-Ins können mit Cloud-Diensten und Awendungen von Drittanbietern aus Outlook im Web und Office 2013 oder höher integriert werden.

Reduzieren Sie Hardware- und Backup-Anforderungen
Exchange 2010 belegt erheblich Speicherplatz auf Backup-Speichern und RAID-Arrays. Eine hochverfügbare Bereitstellung von Exchange 2010 verfügt in der Regel über mindestens zwei Datenbankkopien – manchmal sogar drei oder mehr für eine Bereitstellung verteilt über mehrere Datacenter. Diese Datenbanken laufen oft auf RAID 10 und teurer virtueller Infrastruktur. In dieser Konfiguration benötigt Exchange 2010 das Sechs- bis Achtfache der Menge an Rohspeicher welche nur für die Datenbank erforderlich ist.

Eine HA Bereitstellung von Exchange 2016 verwendet zum Schutz der Daten keine herkömmliche Sicherungssoftware oder RAID-Technologie. Diese Exchange-Version arbeitet direkt mit den vorhandenen Festplatten, wobei Ersatzfestplatten in Exchange anstelle des RAID-Arrays definiert werden. Exchange 2016 verwendet die automatische Reseed-Funktion, um fehlerhafte Datenbanken wiederherzustellen. Dies ermöglicht es Administratoren anstelle einer virtualisierten Konfiguration, die nicht auf die Plattform abgestimmt oder optimiert ist, ein redundantes Array kostengünstiger Server zu verwenden.